Wagentruppe Treibstoff

Bald wieder auf Platzsuche… Fragen? -> treibstoff[at]wagenplatz.at
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Wohin mit all den Wagenplätzen?

Der Wagenplatz Treibstoff hat mit dem Trabrennverein Krieau einen aussergerichtlichen Vergleich geschlossen: ab 30.9. stehen wir wieder auf der Straße, die Zukunft ist ungewiss, der Herbst wird heiß, von der Politik ist (natürlich) nichts zu erwarten, was soll ich da noch sagen…

Nicht nur in Wien haben die Betonköpfe dieser Gesellschaftsordnung ein Problem mit freiem und unkontrollierbarem Leben, auch aus anderen Städten haben uns wieder Nachrichten über bevorstehende Räumungen von selbstverwalteten Wagenplätzen erreicht. Diese wollen wir hiermit auch in der hiesigen Öffentlichkeit verbreiten:

Communiqué vom 20. Juli 2015 „Wagenplatz Frostschutz aus Winterthur. Wir werden unbequem!“

Wir sind das Wagenplatz Kollektiv Frostschutz aus Winterthur. Wir schreiben dieses Communiqué um auf uns aufmerksam zu machen. Die Einen haben schon von uns gehört und haben uns Unterstützt, die Anderen kennen uns vielleicht noch gar nicht…

Im Moment sieht unsere Lage ziemlich prekär aus. Wir besetzen seit März 2014 in Winterthur  diverse Flächen und Wiesen der Stadt Winterthur. Unsere Forderung nach einem selbstbestimmten Lebensraum in Wagen und Lastern wird hier in Winterthur nicht geduldet. Die Begründung ist, dass es nicht Zonenkonform sei. Wir wissen, dass das Leben in Bauwagen und Lastern eine Grauzone darstellt, trotzdem hat die Stadt uns beim ersten Platz einen Gebrauchsleihvertrag von März 2014 bis Januar 2015 ausgehändigt.

An Weihnachten zogen wir frühzeitig in die Stadt, um zu zeigen, dass wir einen neuen Platz brauchen. Man kann einen Wagenplatz nicht bei Schnee und Frost umziehen. Diese Besetzung gefiel der Stadt natürlich nicht, da wir zu nahe am Zentrum seien und eine Gefahr darstellen könnten, um Linksautonome anzulocken.

Daraufhin gingen wir wieder auf die alte Wiese zurück und bekamen doch nochmals einen neuen Gebrauchsleihvertrag bis Ende April 2015. Anschliessend wurde dort mit dem bebauen eines SBB Wartungscenters angefangen.

Am 30. April besetzten wir eine andere Wiese der Stadt und über das 1. Mai Wochenende organisierten wir dort ein 3-tägiges Festival.
An diesem Standort probierten wir auf jegliche Art mit der Stadt zu kommunizieren. Jedoch bekam wir nie eine Antwort. Den Umzugstermin erhielten wir erst 3 Wochen vorher mit der Androhung zur Räumung am 17. Juli 2015.

Nun sind wir seit dem 17. Juli wieder auf eine unbenutzte Wiese der Stadt gezogen, genauer gesagt beim Schützenweiher am Rosenberg in Winterthur und haben am Samstag 18. Juli von der Zeitung „Landbote“ erfahren, dass wir geräumt werden sollen…

Zitat aus dem Zeitungsbericht:
“ «Wir werden das Notwendige vorkehren, um das Gelände räumen zu lassen», sagt Stadträtin Yvonne Beutler (SP). Die Stadt habe dem Kollektiv bereits bei der letzten Besetzung mitgeteilt, dass man keine weiteren Besetzungen mehr dulden werde.„

Unser Kampf für ein selbstbestimmtes Leben in Bauwagen und Lastern wird weitergehen.
Wir sind froh über jegliche Unterstützung bei unseren Zügeleien. Sei es beim gemeinsamen zusammen sein, um Präsenz zu zeigen, oder mit Traktoren, Fahrern, Kochen, Abbauen, Aufbauen…

Das Wagenplatz Kollektiv Frostschutz


 

auch in Duisburg soll der seit 20 Jahren bestehende Bauwagenplatz geräumt werden, hier die letzte Presseerklärung ihrer Homepage:

“Stadt Duisburg fährt die „harte Linie“ und handelt gegen die Bewohner des Wagenplatzes.

Letzte Woche übergaben Vertreter des Immobilien Management Duisburg einen Brief an die Wagenburg in Homberg. Darin wird der Räumungstermin auf den 30.4.2015 festgesetzt. Den Bauwagen-platzbewohnern wird also bis Ende des Monats Zeit gelassen den Platz an der Ehrenstraße zu räumen.

Trotz aller Kompromissvorschläge der Wagenbewohner halten die Politiker: Hans-Joachim Paschmann (Bezirksbürgermeister), Hans-Gerd Bosch (Bezirksvorsitzende der SPD), Udo Vohl (SPD-Mitglied im Stadtrat) und Thomas Krützberg (Dezernent für Familie, Bildung und Kultur) an ihrer Linie fest, den kulturellen und künstlerischen Freiraum zu beerdigen. Mit der Vernichtung des Lebensraumes stehen auch die Existenzgrundlagen der Schüler, Auszubildenden, Studenten, Handwerker und Musiker auf dem Spiel.

Bei der mehrfach gestellten Frage, wo die Menschen mit ihren Bau-wägen  denn hin sollen, gab es keine Hilfe von den Volksvertretern, obwohl das Wagenburg-Projekt schon über 20 Jahre besteht.

Für diese in Homberg lebenden Volksvertreter: Paschmann, Bosch, Vohl und Krützberg steht fest, das das alternative, ökologische Leben nicht zu ihrem Stadtteil und nicht zu Duisburg passt. Die zwölf Menschen, drei Hunde, zwei Katzen und der Verein Experimentelles Wohnen e.V. werden Opfer einer Politik, die Minderheiten ausgrenzt und abschiebt.”

deshalb wird zu einer Demo aufgerufen:

Nicht motorisierter (Laufschuhe, Rollschuhe, Inliner, Skateboard, Roller, Fahrrad, Seifenkiste…) Freiraum Konvoi am Freitag, 31.7.2015 um 19 Uhr; Hauptbahnhof Duisburg.
Mit anschließender Räumungsparty auf dem Bauwagenplatz in Homberg; Eingang am Ende der Südstraße.

Posted 1 month, 1 week ago at 2:58 pm.

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12. Juni 2015: 9h Kundgebung beim Gerichtstermin und 6 Jahre Treibstoff Geburtstagsfest

Hallo zusammen!

Seit 1. Oktober stehen wir also nun auf einem Grundstück des Trabrennvereins hinter der Trabrennbahn in der Krieau und beleben eine sonst schiache Schotterfläche am Prater. Uns wurde schon ab Anfang März mit der Räumung gedroht und zur Sicherheit ein Gerichtstermin fixiert, damit wir auch ganz sicher verschwinden ( und die Stadtregierung hätte wohl gern, dass wir uns im Zuge dessen gleich in Luft auflösen… )

Damit diese Vertreibung aus unserem derzeitigen Wohn- und Lebensraum nicht still und heimlich über die Bühne geht, rufen wir zum Gerichtstermin am 12. JUNI ab 09h zu einer Kundgebung vor dem Bezirksgericht Leopoldstadt/Taborstraße 90/92 auf!

Gleichzeitig wollen wir aber auch den Erfolg feiern, dass es trotz der vielen Räumungen und Umzüge noch immer den Wagenplatz Treibstoff gibt. Deshalb wird es von 12.-13. Juni eine Geburtstagsfeier bei uns geben – das genaue Programm wird die nächsten Wochen noch auf treibstoff.wagenplatz.at veröffentlicht. So viel sei verraten: es wird Workshops, Konzerte, Essen und was zum Trinken geben. Auch sonst zahlt es sich aus, immer wieder ein Auge auf unsere Seite zu werfen, da wir trotz Gerichtstermin weiterhin räumungsbedroht sind.

6 Jahre Gegenwind – die Frisur hält

 

Posted 3 months, 2 weeks ago at 5:51 pm.

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Wagentruppe Treibstoff – Für ein Ende der Wiederholungen!

Mir doch egal ? Treibstoff!

Nun gibt es ja den Wagenplatz Treibstoff seit sechs Jahren (im Juni übrigens fulminante Sechsjahres Feier + vielleicht mal wieder eineRäumung) eigentlich ist alles so wie eh und je unverändert. Wo waren wir schon überall in den sechs Jahren? Albaner Hafen ? Mautner Markhof Gründe ? Ausstellungsstrasse –  Krieau ? Baldassgasse ? Gaunersdorferstr? Baldassgasse ? Gaswerke Leopoldau ? Krieau ? Rappachgasse ? Heidequerstr – Krieau ? Litfasstr ? Krieau ? Krieau ? Krieau ? VERDAMMTE SCHEISSE NOCH MAL KRIEAU(nur ein paar Beispiele).  An unserem heiß geliebten und umkämpften Ort der Krieau befinden wir uns aktuell. Aber riskieren wir einen Blick zurück in die abgefahrene Geschichte von Treibstoff.  Vor sechs Jahren trennen sich einige Leute von dem jetzigen Wagenplatz  AKW Lobau, einfach weils zu dreckig sind, ihre LKWs zu ölig und ihre Hunde gerne Kinder jagen. Es clashten die Zukunftsvorstellungen. Hier beginnt die Odyssee für die Treibstoffler_innen, am Anfang noch mit einer guten Frauenquote gesegnet, geht diese mit den Jahren immer mehr den Bach runter. Aufgrund der vielen fahrbaren Wohnmöglichkeiten hat wohl DAS SYSTEM beschlossen Treibstoff können viel öfter als alle anderen Wagenplätze umziehen und hat uns seither mit Eifer von jedem einzelnen Grundstück vertrieben und/oder geräumt.  Der Höhepunkt war 2010 die Besetzung der Baumgasse, wo nach einem Monat  die meisten Wägen beschlagnahmt worden sind und z.T beschädigt worden sind. Wobei es gab noch ein paar andereHöhepunkte, wie z.B den Herbst 2013, wo wir oftmals nicht länger als 1 oder 3 oder 14 Tage lang eine Besetzung halten haben können. Die Rappachgasse, ein Grundstück der Stadt war unsere kürzeste Meisterleistung, nach einem Tag wurden wir mit einem enormen Bullen Aufgebot geräumt, selbst der Supreme Master des Landesamtes für Verfassungsschutz Herr Zwettler beehrte uns mit seiner Anwesenheit. Ein anderer Höhepunkt hat  gegenüber vom Gaswerk Leopoldau stattgefunden, wo wir auf einem Parkstreifen Zuflucht vor Repressalien suchten und von genau diesen Repressalien heimgesucht wurden, dort wurden nach stundelanger Polizeischikane drei Personen für mehrere Stunden verhaftet.

The same procedur as last year? The same procedur as every year!

Mit dem revolutionären Ersten Mai 2014 haben wir uns wieder neben dem millionenschwer subventionierten Trabrennverein in der Krieau im Wiener Prater eingenistet. Das Grundstück auf dem wir schon öfters verweilten  wurde schon vor Jahren von der Stadt Wien an eine Private Immobilien Firma ? namentlich IC Projektentwicklung- zu einem Spottpreis verkauft. Freundschaften zahlen sich aus.  Der nahende Baubeginn war schon drei mal der Grund in den letzten drei Jahren uns vom Grundstück zu jagen. Mit der Neubesetzung hat der Besitzer diesmal aber zu neuen Mitteln gegriffen und uns gezwungen einen befristeten Nutzungsvertrag mit unzähligen Auflagen und einem Räumungsvergleich zu unterschreiben, andernfalls hat er uns mit Besitzstörungsklagen und sofortiger polizeilicher Räumung gedroht. Die Idylle hier im Prater ist sowiso Geschichte, nach dem alle Sexarbeiterinnen unter massivsten militärischen Polizeiaufgebot, an den Stadtrand getrieben wurde, im Stuwerviertel nun das klappern von Rollkoffern dominiert, die Ubahnstationen und Kaffees von übermotivierten Schreibstischtätern der Zukunft aus der neuen Wirtschaftsuniversität besetzt werden, sich das verruchte Rotlichtviertel in ein Blaulichtviertel verwandelt hat. Also auch kein Platz mehr für die  dreckigen Wagenplatzchaoten.

Also dass ist jetzt ganz schlecht, die Baustelle hat eben begonnen.”

Ende September mussten wir also das alte Grundstück an den Ruinen der Trabrennbahn verlassen und sind fünf Meter über die Straße auf eine kleine Schotterfläche gezogen, die bisher nur als Parkplatz gedient hat. Dieser Platz gehört der Stadt Wien und ist seit Jänner 1945 an den Trabrennverein verpachtet. Wer konnte im Jänner 1945 noch schnell solche Verträge abschließen? Österreich scheiss Nazi-Land.
Die Langeweile hat uns dazu veranlasst eine neue Strategie auszuprobiern und diesmal der Eigentümerin vor dem Umzug bescheid zu geben. So kamen zum Umzug auch zwei Stadtbeauftrage die somit wussten was wir gerade tun. Der durch das Einheizpapier Heute zum faulsten Rathausabgeordneten gekrönte Herr Florianschütz hat es dann mitte Jänner, also vier Monate nach dem Umzug, zustande gebracht uns einen Nutzungsvertrag für das Grundstück vorzulegen, der mit Anfang März enden sollte. Diesen Vertrag den wir als reinste Verarschung angesehen haben wurde nicht unterzeichnet. Somit hatte der Trabrennverein, der als Pächter zuständig ist, keine andere Möglichkeit als uns eine Räumungsklage zuzustellen. Der erste Gerichtstermin findet am 12.Juni statt. Ungeachtet des Gerichtstermin ist vor einigen Wochen auch ?der Präsident?  (anm. d. Treibstoffkollektivs, Präsident des Trabrennvereins Anton Gaal ehemaliger Polizist und Nationalratsabgeordneter der SPÖ und Hofrat) am Zaun vorbeispaziert. In einfühlsamster Art und Weise hat er uns mitgeteilt, dass die Bauarbeiten in kürze starten würden, und er den Platz brauche, wenn wir nicht gehen dann werden “die” uns weg machen. Es sollte der Polizei und deren Verbündete  bis zum Urteilsspruch rechtlich nicht möglich sein uns zu Räumen. Doch über die juristisch korrekte Vorgangsweise der Kettenhunde des Kapitals wissen wir bescheid.

 

Jung, dynamisch, fesch, zum speibem!

Die Baustelle auf dem Nachbargrundstück welches uns über Jahre immer wieder ein Zuhause war hat nun konkrete Züge angenommen. Tag für Tag brettern die Baumaschinen vorbei. “Noch näher am Prater geht nicht” versprechen die Plakate. Da ist es den neuen gutverdienenden Mieter_innen sicherlich  schwer erklärbar wenn die Schmarozer_innen in ihren Schrottkisten dann doch noch näher am Prater wohnen als sie. Das Viretel Zwei Plus entsteht hier, quasi die Wiederholung der Wiederholung, sterile Glasbetonbauten, umweltbewusst und ganz jugendlich gehalten. Die neue Rennstrecke von der unleistbaren Eigentumswohnung, über die Wirtschaftsuni, mit Zwischenstop für den Coffee Togo zum mitnehmen, hin ins Startup Unternehmen und wieder zurück.

 

“Die besten Ideen entstehen im Grünen”, aber Beton ist grau // Dont stay a stranger

Da wir nicht einsehen unter welchen Bedingungen sich ganze Grätzln in widerwertigste Richtungen entwickeln, und wir nicht gewillt sind unseren Lebensort wiedermal zu übersiedeln, werden wir nicht einfach gehen. Wir wissen in was für einen offenen Disput wir mit all jenen stehen durch deren Wohlwollen wir eine Duldung egal wo und wie erwirken könnten. Die Hinterfragung von Eigentumsverhältnissen ist die gefährlichste die wir in dieser befriedeten Stadt stellen können. All zu oft versumpern wir in unserer immer wieder neu geschaffenen Blase, verirren uns in Gemütlichkeit und vergessen die unabdingbarkeit dass wir mit etlichen anderen Kämpfen in verbindung stehen. Wie überall haben wir meist mehr mit uns selber zu kämpfen als mit allen anderen. Trotzdem brauchen wir wiedermal alle Unterstützung die wir haben können. Geht plakatieren, malt Transpies, geht malen, unterstützt eure örtlichen Besetzer_innen, startet selbst einen Wagenplatz. Haltet Augen und Ohren offen für Aktionen und Ankündigungen. Kommt zur wöchentlichen Mittwochsbar, und quatscht dort mit den Leuten vom Platz. Äußert eure Kritik und helft uns weiter.
So sind die Treibstoffler_innen, trotz Verplanntheit und Chaos, die hartnäckigsten wienerischen Besetzer_innen. Nach einem entspannten Jahr in der Krieau – the show must go on.  Also spitzt eure Ohren, vielleicht gibts doch noch eine Strategie vor der Räumung.

Wir sind schon längst gegen die Wand gefahren. Nehmt euch den Wagenplatz zurück!
Für ein Ende der Wiederholungen!
Demo am Tag Y, Tag nach der Räumung!
Freiheit für alle Gefangenen!

Öhh!

Posted 3 months, 2 weeks ago at 5:47 pm.

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Konzerte Ende Mai

Am 29.5. besuchen uns GRRZZZ, MC Broko, Promized Paradize und Rost – von Punk zu Core zu Sweet zu Industrial zu Trash. Gleich zwei Tage später werden die Rabid Dogs die Krieau rocken, den Support geben wir erst bekannt damits urspannend bleibt. Dazu gibts wie immer kalte Getränke und lecker Essen, also kommt vorbei und schwingt alle eure Tanzbeine!

grrzzzjpg rabidDogsPlaki

 

 

 

Posted 3 months, 2 weeks ago at 2:37 pm.

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Stehen wir bald wieder auf der Straße?

Seit 6 Jahren gibt es den Wagenplatz Treibstoff in Wien. Ein Ziel unserer Gruppe ist es, selbstbestimmtes Wagenleben in Wien zu ermöglichen. Dass die Umsetzung dieses Vorhabens in dieser Stadt auf wenig Gegenliebe stößt, zeigen unnötig kurze Mietverträge, abstruse Auflagen und zahlreiche geräumte Besetzungen – trotz dem Willen, eine konstruktive Lösung mit der Stadt zu finden.

Am 1.Oktober 2014 sind wir in der Krieau umgezogen, eigentlich nur einmal über die Straße. Die Krieau ist der Stadtteil, in dem wir seit Mai 2014 wieder stehen. Nachdem wir zuvor wieder einmal einen fünf Monate langen Vertrag mit der IC Projektentwicklung, welche die Areale um die Trabrennbahn gekauft hat, unterschrieben haben. Natürlich inklusive eines Räumungsvergleichs, der ist jetzt nämlich neuer Standard, wenn mit uns Flächennutzungsverträge eingegangen werden. Damit wir dann auch wirklich gegangen werden, wenn wir gehen sollen und dies dann auch selber bezahlen können, sollten wir nicht gehen und polizeilich geräumt werden.

Wie auch immer, wir sind gerne in der Krieau und deshalb dachten wir der Parkstreifen neben an wird’s auch tun.

Hier sind wir nun seit dem ersten Oktober eigentlich bis vor kurzem ungestört!

Nachdem wir hierher umgezogen waren, kontaktierten wir den Wiener Trabrennverein und setzten diesen in Kenntnis, dass wir hier verweilen. Vier Monate später, also Mitte Jänner, bekamen wir einen Anruf von unserem alten Vermieter (!!) er möchte im Namen des Trabrennvereins uns dessen Vereinbarung übermitteln und natürlich sollten wir einen Räumungsvergleich unterschreiben.

Ok, wir haben verstanden, der Wiener Trabrennverein will am besten gar nichts mit uns zu tun haben und lässt über vier Ecken verlautbaren, wir sollen ab 1 März verschwinden.

Als kleine Bemerkung nebenbei wollen wir nur fallen lassen, dass der Wiener Trabrennverein, die Areale um die Trabrennbahn und Teile des Praters von der Stadt Wien Ende Jänner 1945 gepachtet hat. Wer zu dieser Zeit mit dem Nazi Regime Geschäfte machen konnte, ist allseits bekannt.

Nun zurück zum Treibstoff. Aus allen Wolken fiel der Anwalt des Wiener Trabrennvereins, als er erfuhr, dass wir keine Vereinbarung bis März unterschreiben und schon gar keinen Räumungsvergleich für einen so kurzen Mietrahmen. Denn es hatte Absprachen mit Vertreter_innen der Stadt Wien und dem Wiener Trabrennverein gegeben, von denen wir nie was gewusst haben, nämlich, dass wir alles unterschreiben und am 1. März weg sind.

Als klar wurde, wir unterschreiben nicht, wurde uns gedroht, mit uns keine weiteren Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung des Wagenplatzes Treibstoff seitens der Stadt zu führen. Zu unserer großen Verwunderung, denn es hatte ja nie ernsthafte Verhandlungen gegeben.

Vor kurzem bekamen wir nun endlich den laaaaang ersehnten Besuch des Präsidenten des Trabrennvereines. Zu unserer großen Enttäuschung aber nur, um uns klar zu machen, dass ihm jetzt auf einmal eingefallen ist, dass er nach Jahrzehnten des Leerstandes das Grundstück aktuell nutzen möchte. Es wurde uns angedroht, dass es jederzeit zur Räumung kommen kann, obwohl die Gerichtsverhandlung eigentlich für den 12. Juni diesen Jahres anberaumt wurde.

Damit stehen wir nicht nur situativ sondern auch örtlich beinahe an dem selben Punkt an dem wir schon vor sechs Jahren, bei der Gründung des Wagenplatzes Treibstoff, standen. Nämlich ohne fixen Stellort, auf einem nicht genutzten Grundstück im Wiener Prater, die Zukunft total ungewiss.

Wir können und wollen der Gentrifizierung und einem kalten, profitorientieren Stadtbild nicht weichen. Wir sind und bleiben dreckig, bunt und unbequem in einem immer steriler werdendem Wien. Und dafür brauchen und wollen wir all eure Unterstützung die ihr gerade aufbringen könnt!

treibstoffbedrohtHelft uns dabei, dem Wunsch nach selbstbestimmtem Wohnen entgegen der Logik des Kapitals einen Schritt näher zu kommen indem ihr euch von jetzt an für den Tag Y bereithaltet. For more infos ask your local convoy, or just join!!!

Wetterbedingt wird es ab jetzt wieder mittwochs die Wagenbar geben. Auch sonst könnt ihr gerne vorbeischauen, wenn ihr euch für unsere Inhalte interessiert und/oder uns unterstützen möchtet.

Flowers and kisses 2 you, aber vergesst nicht: Das ist nicht die Zeit für Birkenstockschuhe!!!

 

Posted 4 months ago at 11:56 am.

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29.4.2015 Wagenplatz Treibstoff presents: Electronic-Punk-Breakcore Gemetzel

Am 29.April liefern die Electro-Punks von Decide Today, Divtech und KKScheisseKraKra Digital Hardcore vom Feinsten. Ein elektronisches Gemetzel mit den Zutaten Breakcore, Tekkno und good ol’ Punk made in the USA erwartet alle Liebhaber elektronischer Musikspielarten.

Dazu tischt die Treibstoff Kochgruppe wie üblich veganes Futter der Extraklasse auf!

Abgerundet wird der Abend mit einem Live-Siebdruck-Stand der Bands. Wer also gegen freie Spende seinen Kleiderkasten aufpolieren will, sollte eigene T-Shirts, Pullis oder was auch immer mitbringen.

Eintritt: Freie Spende

Beginn: 20 Uhr

No Dogs! No Masters! Leave your dogs at home!

DIVTECH
http://divtech.bandcamp.com/
nomadic anarcho-breakcore (USA)

DECIDE TODAY
https://decidetoday.bandcamp.com/
ex-Realicide electronic punk (USA)

Kkkscheisskrakra
http://kkscheissekrakra.bandcamp.com/
punk/noiserock from “les Pavillons Sauvages” Toulouse France

 

DivtechKonziJPG

Posted 4 months, 3 weeks ago at 10:43 am.

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!!BREAKINGNEWS!!BREAKINGNEWS!!BREAKINGNEWS!!

Durch einen kurzen Besuch des Präsidenten des Trabrennbahnvereines wurde uns wiedermal ins Bewusstsein gerufen, wie akut räumungsbedroht wir eigentlich sind. Nach Jahrzehnten des Leerstandes ist ihm nun plötzlich eingefallen das er das Grundstück aktuell nutzen möchte. Es wurde uns angedroht das es jederzeit zur Räumung kommen kann, obwohl die Gerichtsverhandlung eigentlich für den 12. Juni diesen Jahres anberaumt wurde.

Damit stehen wir nicht nur situativ sondern auch örtlich beinahe an dem selben Punkt, an dem wir schon vor sechs Jahren, bei der Gründung des Wagenplatzes Treibstoff, standen. Nämlich ohne fixen Stellort, auf einem nicht genutzten Grundstück im Wiener Prater, die Zukunft total ungewiss.

Wir können und wollen der Gentrifizierung und einem kalten, profitorientieren Stadtbild nicht weichen. Wir sind und bleiben dreckig, bunt und unbequem in einem immer steriler werdendem Wien. Und dafür brauchen und wollen wir all eure Unterstützung die ihr gerade aufbringen könnt!

Helft uns dabei, dem Wunsch nach selbstbestimmtem Wohnen entgegen der Logik des Kapitals einen Schritt näher zu kommen indem ihr euch von jetzt an für den Tag Y bereithaltet. For more infos ask your local convoy, or just join!!!

Wetterbedingt wird es ab jetzt wieder mittwochs die Wagenbar geben. Auch sonst könnt ihr gerne vorbeischauen, wenn ihr euch für unsere Inhalte interessiert und/oder uns unterstützen möchtet.

Flowers and kisses 2 you, aber vergesst nicht: Das ist nicht die Zeit für Birkenstockschuhe!!!

Posted 5 months ago at 12:23 pm.

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Konzert am 28.3.2015

Wir wollen am Samstag den Frühling mit veganer Grillerei und einem Konzert gebührend begrüßen. Bei Schlechtwetter wird das Ganze aber abgesagt, ohne Sonnenschein keine Begrüßung, so einfach ist das.FLYA

Posted 5 months, 2 weeks ago at 8:43 pm.

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Neueste Entwicklungen

Wagenplatz Treibstoff und die Krieau

Die Geschichte kennt ihr schon, der Wagenplatz Treibstoff und die Krieau. Im zweiten Bezirk mitten im Prater, hier sind wir am liebsten und am wenigsten gern gesehen.

Am 1 Oktober 2014 sind wir umgezogen, eigentlich nur einmal über die Strasse. Nachdem wir wieder einmal einen fünf Monate langen Vertrag mit der IC Projektentwicklung, welche die Areale um die Trabrennbahn gekauft hat, unterschrieben haben. Natürlich inklusive eines Räumungsvergleichs, der ist jetzt nämlich neuer Standard, wenn mit uns Flächennutzungsverträge eingegangen werden. Damit wir dann auch wirklich gegangen werden, wenn wir gehen sollen und dies dann auch selber bezahlen können, sollten wir nicht gehen und polizeilich geräumt werden.

Wie auch immer, wir sind gerne in der Krieau und deshalb dachten wir der Parkstreifen neben an wird’s auch tun.

Hier sind wir nun seit dem ersten Oktober eigentlich bis vor kurzem ungestört!

Nachdem wir hier her umgezogen waren, kontaktierten wir den Wiener Trabrennverein und setzten diesen in Kenntnis, dass wir hier verweilen. Vier Monate später, also Mitte Jänner kriegen wir einen Anruf von unserem alten Vermieter (!!) er möchte im Namen des Trabrennvereins uns dessen Vereinbarung übermitteln und natürlich sollen wir einen Räumungsvergleich unterschreiben.

Ok wir haben verstanden der Wiener Trabrennverein will am besten gar nichts mit uns zu tun haben und lässt über vier Ecken verlautbaren, wir sollen ab 1 März verschwinden.

Als kleine Bemerkung nebenbei wollen wir nur fallen lassen, dass der Wiener Trabrennverein, die Areale um die Trabrennbahn und Teile des Praters von der Stadt Wien Ende Jänner 1945 gepachtet hat. Wer zu dieser Zeit mit dem Nazi Regime Geschäfte machen konnte, ist allseits bekannt.

Nun zurück zu Treibstoff. Aus allen Wolken fiel der Anwalt des Wiener Trabrennvereins, als er erfuhr, dass wir keine Vereinbarung bis März unterschreiben und schon gar keinen Räumungsvergleich für einen so kurzen Mietrahmen.

Denn es hatte Absprachen mit Vertreter_innen der Stadt Wien und dem Wiener Trabrennverein gegeben, von denen wir nie was gewusst haben, nämlich, dass wir alles unterschreiben und am 1. März weg sind.

Als klar wurde, wir unterschreiben nicht, wurde uns gedroht, mit uns keine weiteren Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung des Wagenplatzes Treibstoffes seitens der Stadt zu führen. Zu unserer großen Verwunderung, denn es hatte ja nie ernsthafte Verhandlungen gegeben.

Demnach würde alles weitergehen wie bisher.

Posted 7 months, 1 week ago at 11:00 pm.

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Erneute Wagenplatz Besetzung

Erneute Platzbesetzung der Wagentruppe Treibstoff – Hypotopia hat endlich einen Wagenplatz – Prekärer gehts nicht: Ganze Stadt wird geräumt

hypotopiaWir die Wagentruppe Treibstoff haben eine seit 13. Oktober leerstehende Brache in der 19 Milliarden Euro Stadt Hypotopia Wien Karlsplatz besetzt. Auch im kleinerem Maßstabe haben wir die fehlenden und verunmöglichte Leerstandsnutzung erkannt und ein geeignetes Plätzchen in Innenstadtnähe befahren. Leider müssen wir diese Stadt, die als künstlerische bürgerliche Protestform aufgebaut wurde, morgen auch schon wieder verlassen. Doch diesmal mit einem hämischen Lächeln, da die ganze Stadt – samt uns – geräumt wird. Morgen werden die Überbleibseln der Stadt vors Parlament getragen. Schade, erinnert uns dass doch viel zu sehr an Lichtermeere ala wenn die Bürger_innen mit dem Feuer spielen, könnte eins mit den Betonklötzchen doch viel schönere Sachen anstellen.

Unsere Ansage ist klar. Keine Stadt ohne Wagenplätze.

Treibstoff bleibt Sand im Getriebe.

Eure

Wagentruppe Treibstoff

Infos zu Hypotopia

http://milliardenstadt.at/

Posted 10 months ago at 5:26 pm.

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