Wagentruppe Treibstoff

Bald wieder auf Platzsuche… Fragen? -> treibstoff[at]wagenplatz.at
получить кредит онлайн взять кредит микрозайм быстрый займ микрозаймы быстрый кредит наличными микро займы займ заем онлайн займы займы онлайн займ онлайн деньги в долг кредит кредит наличными

Treibstoff-Redebeitrag auf der Plätze.Häuser.Alles Demo am 21.09. in Freiburg

Mit diesem Text wollen wir alle Wägler_innen und Personen, die im symbolischen wie im faktischen Sinne um Raum kämpfen, begrüßen.

Gerne wären wir dem Aufruf der Action Days gegen Vertreibungslogik und für mehr Wagenplätze gefolgt, leider befinden wir uns aber, so wie die Wagengruppe „Sand im Getriebe“ und noch viele andere, in einer sehr präkeren Situation, welche uns und unsere Wägen an Wien bindet.

lowest price on levitra

 dynamit

Seit dem 30. August sind wir auf erneuter Platz suche und somit auf der Strasse. Nachdem ein Grundstück von den Wiener Linien, für ein Jahr viel zu teuer an uns vermietet worden war, endete die baupolizeiliche Sondergenehmigung mit diesem Datum. Auch dort wurden wir von rechtspolitischer Hetzte und Schikanen von diversen Ämtern, wie Bauamt, Hygieneamt, Umweltamt ect. nicht verschont. Seit Ende August haben wir bereits vier Grundstücke besetzt, wurden zweimal geräumt und haben drei verschiedene Parkstreifen bewohnt.

Bei legalem Parken in der Petritschgasse am Stadtrand von Wien kam es nach der Untersagung einer Kundgebung sowie Provokationen durch die Polizei sogar zu drei Festnahmen. Die Festgenommen weigerten sich über Stunden hinweg ihre Personalien preiszugeben.

Von dem letzten Grundstück in der Rappachgasse, einem Stadtgrundstück wurden wir mitten in der Nacht mit einem riesigen Aufgebot an Polizei, sowie dem Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung vertrieben – ohne, dass die Stadt versucht hatte mit uns in einen Dialog zu treten.

Die Polizei eskortierte uns auf einen 200 m entfernten Parkplatz. Dort stehen wir nun zwischen einem Bundesheerhundeausbildungsplatz und einer Panzer- und Munitionsfabrik.

Leerstehende Grundstücke gibt es immer noch zuhauf, trotzdem stehen wir – wieder einmal – auf der Straße. „Wien ist anders“, „Smart City – Die Stadt fürs Leben“, „Die Stadt gehört dir“ – Slogans wie diese erfüllen uns mit Bitterkeit. Es gibt Platz für Shoppingcenters, Bürokomplexe, Schnellstraßen, Parkplätze… aber offensichtlich nicht für Wagenleben. Denn was nicht verwertet werden kann und keinen Mehrwert produziert, hat in einer neoliberalen Stadtplanung keinen Platz

Trotz unserer Dialogsbereitschaft werden wir von der Stadt mit Antragsstellungen bezüglich Grundstücken, die zu „marktüblichen Preisen“ an uns vielleicht unter Umständen vermietet werden könnten, abgespeist. Klaren Ansage wie von Bürgermeister Häupl, dass er im Grunde kein Interesse an weiteren Wagenplätzen hat, verleiten die Beamt_innen der Stadt zu willkürlicher Handhabung unserer Situation.

Die Bezirksvorsteherin des Bezirks Simmering, wo wir gerade parken, sieht das Problem darin dass „die Wagengruppe sich nicht an bestehende Gesetzte halten will.“

Tja, natürlich wollen wir uns an bestehende Gesetzte nicht halten, wenn diese nur dafür da sind um bestimmte Lebens – und Fortbewegungsweißen zu kriminalisieren und zu unterdrücken. Durch bestehende Gesetzte kommt es zustande, dass Menschen oder Lebensweißen illegalisiert werden, wie Flüchtende, ob aus verschiedenen Territorien dieses Systems oder aus Knästen. Für alle jene sind Gesetzte nichts weiter als Schikane und der sichere langsame Tod.

So vielfältig der Entschluss auf Rädern zu leben sein mag, ist es jedoch klar, dass dies einhergeht mit der Entscheidung außerhalb von einer Massenkonsumgesellschaft zu leben, sich dem Benutzten von Dingen entziehen zu wollen, dem Entschluss dieses eigene und unsere Leben selbst gestalten und bestimmen zu wollen. Die Normativität in Frage zu stellen, aufzubrechen, ja zu zerbrechen. So wird es möglich sich den Disziplinierungsmaßnahmen dieser Gesellschaft entgegen zu stellen, in dem mensch auf Achse sein kann oder auch nicht, einen festen Wohnsitz haben kann oder auch nicht, unterwegs arbeitet oder zu Hause, oder aber vielleicht schnorrt oder klaut. Wie sollen solche Individuen noch vom System kontrolliert werden können? Wagenleben kann und ist so gesehen subversiv und bedeutet Chaos in den Köpfen der herrschenden Elite. Chaos in unseren Köpfen ist hingegen konstruktiv, bereichernd und lebenswert.

Wie es weiter geht ist völlig unklar, nichtsdestotrotz werden wir und unsere Wägen nicht einfach aus dem elitären profitorientierten Stadtbild verschwinden.

Der Kampf um alternatives Leben ist kräftezehrend aber die Sehnsucht dieses zu verwirklichen ist stärker. Die Gewissheit, dass an anderen Orten ähnliche Kämpfe geführt werden, erfüllt uns mit Zuversicht und Freude, denn wenn Mauern fallen werden sie zu Brücken über die wir dann mit unseren Wägen rollen.

Weitere Infos zu den Aktionstagen in Freiburg: https://sandimgetriebe.noblogs.org/actiondays

 

 

 

 

 

Posted in Uncategorized 4 years, 1 month ago at 5:00 pm.

Add a comment

Comments are closed.