Wagentruppe Treibstoff

Bald wieder auf Platzsuche… Fragen? -> treibstoff[at]wagenplatz.at
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Wagentruppe Treibstoff – Für ein Ende der Wiederholungen!

Mir doch egal ? Treibstoff!

Nun gibt es ja den Wagenplatz Treibstoff seit sechs Jahren (im Juni übrigens fulminante Sechsjahres Feier + vielleicht mal wieder eineRäumung) eigentlich ist alles so wie eh und je unverändert. Wo waren wir schon überall in den sechs Jahren? Albaner Hafen ? Mautner Markhof Gründe ? Ausstellungsstrasse –  Krieau ? Baldassgasse ? Gaunersdorferstr? Baldassgasse ? Gaswerke Leopoldau ? Krieau ? Rappachgasse ? Heidequerstr – Krieau ? Litfasstr ? Krieau ? Krieau ? Krieau ? VERDAMMTE SCHEISSE NOCH MAL KRIEAU(nur ein paar Beispiele).  An unserem heiß geliebten und umkämpften Ort der Krieau befinden wir uns aktuell. Aber riskieren wir einen Blick zurück in die abgefahrene Geschichte von Treibstoff.  Vor sechs Jahren trennen sich einige Leute von dem jetzigen Wagenplatz  AKW Lobau, einfach weils zu dreckig sind, ihre LKWs zu ölig und ihre Hunde gerne Kinder jagen. Es clashten die Zukunftsvorstellungen. Hier beginnt die Odyssee für die Treibstoffler_innen, am Anfang noch mit einer guten Frauenquote gesegnet, geht diese mit den Jahren immer mehr den Bach runter. Aufgrund der vielen fahrbaren Wohnmöglichkeiten hat wohl DAS SYSTEM beschlossen Treibstoff können viel öfter als alle anderen Wagenplätze umziehen und hat uns seither mit Eifer von jedem einzelnen Grundstück vertrieben und/oder geräumt.  Der Höhepunkt war 2010 die Besetzung der Baumgasse, wo nach einem Monat  die meisten Wägen beschlagnahmt worden sind und z.T beschädigt worden sind. Wobei es gab noch ein paar andereHöhepunkte, wie z.B den Herbst 2013, wo wir oftmals nicht länger als 1 oder 3 oder 14 Tage lang eine Besetzung halten haben können. Die Rappachgasse, ein Grundstück der Stadt war unsere kürzeste Meisterleistung, nach einem Tag wurden wir mit einem enormen Bullen Aufgebot geräumt, selbst der Supreme Master des Landesamtes für Verfassungsschutz Herr Zwettler beehrte uns mit seiner Anwesenheit. Ein anderer Höhepunkt hat  gegenüber vom Gaswerk Leopoldau stattgefunden, wo wir auf einem Parkstreifen Zuflucht vor Repressalien suchten und von genau diesen Repressalien heimgesucht wurden, dort wurden nach stundelanger Polizeischikane drei Personen für mehrere Stunden verhaftet.

The same procedur as last year? The same procedur as every year!

Mit dem revolutionären Ersten Mai 2014 haben wir uns wieder neben dem millionenschwer subventionierten Trabrennverein in der Krieau im Wiener Prater eingenistet. Das Grundstück auf dem wir schon öfters verweilten  wurde schon vor Jahren von der Stadt Wien an eine Private Immobilien Firma ? namentlich IC Projektentwicklung- zu einem Spottpreis verkauft. Freundschaften zahlen sich aus.  Der nahende Baubeginn war schon drei mal der Grund in den letzten drei Jahren uns vom Grundstück zu jagen. Mit der Neubesetzung hat der Besitzer diesmal aber zu neuen Mitteln gegriffen und uns gezwungen einen befristeten Nutzungsvertrag mit unzähligen Auflagen und einem Räumungsvergleich zu unterschreiben, andernfalls hat er uns mit Besitzstörungsklagen und sofortiger polizeilicher Räumung gedroht. Die Idylle hier im Prater ist sowiso Geschichte, nach dem alle Sexarbeiterinnen unter massivsten militärischen Polizeiaufgebot, an den Stadtrand getrieben wurde, im Stuwerviertel nun das klappern von Rollkoffern dominiert, die Ubahnstationen und Kaffees von übermotivierten Schreibstischtätern der Zukunft aus der neuen Wirtschaftsuniversität besetzt werden, sich das verruchte Rotlichtviertel in ein Blaulichtviertel verwandelt hat. Also auch kein Platz mehr für die  dreckigen Wagenplatzchaoten.

Also dass ist jetzt ganz schlecht, die Baustelle hat eben begonnen.”

Ende September mussten wir also das alte Grundstück an den Ruinen der Trabrennbahn verlassen und sind fünf Meter über die Straße auf eine kleine Schotterfläche gezogen, die bisher nur als Parkplatz gedient hat. Dieser Platz gehört der Stadt Wien und ist seit Jänner 1945 an den Trabrennverein verpachtet. Wer konnte im Jänner 1945 noch schnell solche Verträge abschließen? Österreich scheiss Nazi-Land.
Die Langeweile hat uns dazu veranlasst eine neue Strategie auszuprobiern und diesmal der Eigentümerin vor dem Umzug bescheid zu geben. So kamen zum Umzug auch zwei Stadtbeauftrage die somit wussten was wir gerade tun. Der durch das Einheizpapier Heute zum faulsten Rathausabgeordneten gekrönte Herr Florianschütz hat es dann mitte Jänner, also vier Monate nach dem Umzug, zustande gebracht uns einen Nutzungsvertrag für das Grundstück vorzulegen, der mit Anfang März enden sollte. Diesen Vertrag den wir als reinste Verarschung angesehen haben wurde nicht unterzeichnet. Somit hatte der Trabrennverein, der als Pächter zuständig ist, keine andere Möglichkeit als uns eine Räumungsklage zuzustellen. Der erste Gerichtstermin findet am 12.Juni statt. Ungeachtet des Gerichtstermin ist vor einigen Wochen auch ?der Präsident?  (anm. d. Treibstoffkollektivs, Präsident des Trabrennvereins Anton Gaal ehemaliger Polizist und Nationalratsabgeordneter der SPÖ und Hofrat) am Zaun vorbeispaziert. In einfühlsamster Art und Weise hat er uns mitgeteilt, dass die Bauarbeiten in kürze starten würden, und er den Platz brauche, wenn wir nicht gehen dann werden “die” uns weg machen. Es sollte der Polizei und deren Verbündete  bis zum Urteilsspruch rechtlich nicht möglich sein uns zu Räumen. Doch über die juristisch korrekte Vorgangsweise der Kettenhunde des Kapitals wissen wir bescheid.

 

Jung, dynamisch, fesch, zum speibem!

Die Baustelle auf dem Nachbargrundstück welches uns über Jahre immer wieder ein Zuhause war hat nun konkrete Züge angenommen. Tag für Tag brettern die Baumaschinen vorbei. “Noch näher am Prater geht nicht” versprechen die Plakate. Da ist es den neuen gutverdienenden Mieter_innen sicherlich  schwer erklärbar wenn die Schmarozer_innen in ihren Schrottkisten dann doch noch näher am Prater wohnen als sie. Das Viretel Zwei Plus entsteht hier, quasi die Wiederholung der Wiederholung, sterile Glasbetonbauten, umweltbewusst und ganz jugendlich gehalten. Die neue Rennstrecke von der unleistbaren Eigentumswohnung, über die Wirtschaftsuni, mit Zwischenstop für den Coffee Togo zum mitnehmen, hin ins Startup Unternehmen und wieder zurück.

 

“Die besten Ideen entstehen im Grünen”, aber Beton ist grau // Dont stay a stranger

Da wir nicht einsehen unter welchen Bedingungen sich ganze Grätzln in widerwertigste Richtungen entwickeln, und wir nicht gewillt sind unseren Lebensort wiedermal zu übersiedeln, werden wir nicht einfach gehen. Wir wissen in was für einen offenen Disput wir mit all jenen stehen durch deren Wohlwollen wir eine Duldung egal wo und wie erwirken könnten. Die Hinterfragung von Eigentumsverhältnissen ist die gefährlichste die wir in dieser befriedeten Stadt stellen können. All zu oft versumpern wir in unserer immer wieder neu geschaffenen Blase, verirren uns in Gemütlichkeit und vergessen die unabdingbarkeit dass wir mit etlichen anderen Kämpfen in verbindung stehen. Wie überall haben wir meist mehr mit uns selber zu kämpfen als mit allen anderen. Trotzdem brauchen wir wiedermal alle Unterstützung die wir haben können. Geht plakatieren, malt Transpies, geht malen, unterstützt eure örtlichen Besetzer_innen, startet selbst einen Wagenplatz. Haltet Augen und Ohren offen für Aktionen und Ankündigungen. Kommt zur wöchentlichen Mittwochsbar, und quatscht dort mit den Leuten vom Platz. Äußert eure Kritik und helft uns weiter.
So sind die Treibstoffler_innen, trotz Verplanntheit und Chaos, die hartnäckigsten wienerischen Besetzer_innen. Nach einem entspannten Jahr in der Krieau – the show must go on.  Also spitzt eure Ohren, vielleicht gibts doch noch eine Strategie vor der Räumung.

Wir sind schon längst gegen die Wand gefahren. Nehmt euch den Wagenplatz zurück!
Für ein Ende der Wiederholungen!
Demo am Tag Y, Tag nach der Räumung!
Freiheit für alle Gefangenen!

Öhh!

Posted in Uncategorized 2 years, 1 month ago at 5:47 pm.

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