Wagentruppe Treibstoff

Bald wieder auf Platzsuche… Fragen? -> treibstoff[at]wagenplatz.at
получить кредит онлайн взять кредит микрозайм быстрый займ микрозаймы быстрый кредит наличными микро займы займ заем онлайн займы займы онлайн займ онлайн деньги в долг кредит кредит наличными

Wohin mit all den Wagenplätzen?

Der Wagenplatz Treibstoff hat mit dem Trabrennverein Krieau einen aussergerichtlichen Vergleich geschlossen: ab 30.9. stehen wir wieder auf der Straße, die Zukunft ist ungewiss, der Herbst wird heiß, von der Politik ist (natürlich) nichts zu erwarten, was soll ich da noch sagen…

Nicht nur in Wien haben die Betonköpfe dieser Gesellschaftsordnung ein Problem mit freiem und unkontrollierbarem Leben, auch aus anderen Städten haben uns wieder Nachrichten über bevorstehende Räumungen von selbstverwalteten Wagenplätzen erreicht. Diese wollen wir hiermit auch in der hiesigen Öffentlichkeit verbreiten:

Communiqué vom 20. Juli 2015 „Wagenplatz Frostschutz aus Winterthur. Wir werden unbequem!“

Wir sind das Wagenplatz Kollektiv Frostschutz aus Winterthur. Wir schreiben dieses Communiqué um auf uns aufmerksam zu machen. Die Einen haben schon von uns gehört und haben uns Unterstützt, die Anderen kennen uns vielleicht noch gar nicht…

Im Moment sieht unsere Lage ziemlich prekär aus. Wir besetzen seit März 2014 in Winterthur  diverse Flächen und Wiesen der Stadt Winterthur. Unsere Forderung nach einem selbstbestimmten Lebensraum in Wagen und Lastern wird hier in Winterthur nicht geduldet. Die Begründung ist, dass es nicht Zonenkonform sei. Wir wissen, dass das Leben in Bauwagen und Lastern eine Grauzone darstellt, trotzdem hat die Stadt uns beim ersten Platz einen Gebrauchsleihvertrag von März 2014 bis Januar 2015 ausgehändigt.

An Weihnachten zogen wir frühzeitig in die Stadt, um zu zeigen, dass wir einen neuen Platz brauchen. Man kann einen Wagenplatz nicht bei Schnee und Frost umziehen. Diese Besetzung gefiel der Stadt natürlich nicht, da wir zu nahe am Zentrum seien und eine Gefahr darstellen könnten, um Linksautonome anzulocken.

Daraufhin gingen wir wieder auf die alte Wiese zurück und bekamen doch nochmals einen neuen Gebrauchsleihvertrag bis Ende April 2015. Anschliessend wurde dort mit dem bebauen eines SBB Wartungscenters angefangen.

Am 30. April besetzten wir eine andere Wiese der Stadt und über das 1. Mai Wochenende organisierten wir dort ein 3-tägiges Festival.
An diesem Standort probierten wir auf jegliche Art mit der Stadt zu kommunizieren. Jedoch bekam wir nie eine Antwort. Den Umzugstermin erhielten wir erst 3 Wochen vorher mit der Androhung zur Räumung am 17. Juli 2015.

Nun sind wir seit dem 17. Juli wieder auf eine unbenutzte Wiese der Stadt gezogen, genauer gesagt beim Schützenweiher am Rosenberg in Winterthur und haben am Samstag 18. Juli von der Zeitung „Landbote“ erfahren, dass wir geräumt werden sollen…

Zitat aus dem Zeitungsbericht:
“ «Wir werden das Notwendige vorkehren, um das Gelände räumen zu lassen», sagt Stadträtin Yvonne Beutler (SP). Die Stadt habe dem Kollektiv bereits bei der letzten Besetzung mitgeteilt, dass man keine weiteren Besetzungen mehr dulden werde.„

Unser Kampf für ein selbstbestimmtes Leben in Bauwagen und Lastern wird weitergehen.
Wir sind froh über jegliche Unterstützung bei unseren Zügeleien. Sei es beim gemeinsamen zusammen sein, um Präsenz zu zeigen, oder mit Traktoren, Fahrern, Kochen, Abbauen, Aufbauen…

Das Wagenplatz Kollektiv Frostschutz


 

auch in Duisburg soll der seit 20 Jahren bestehende Bauwagenplatz geräumt werden, hier die letzte Presseerklärung ihrer Homepage:

“Stadt Duisburg fährt die „harte Linie“ und handelt gegen die Bewohner des Wagenplatzes.

Letzte Woche übergaben Vertreter des Immobilien Management Duisburg einen Brief an die Wagenburg in Homberg. Darin wird der Räumungstermin auf den 30.4.2015 festgesetzt. Den Bauwagen-platzbewohnern wird also bis Ende des Monats Zeit gelassen den Platz an der Ehrenstraße zu räumen.

Trotz aller Kompromissvorschläge der Wagenbewohner halten die Politiker: Hans-Joachim Paschmann (Bezirksbürgermeister), Hans-Gerd Bosch (Bezirksvorsitzende der SPD), Udo Vohl (SPD-Mitglied im Stadtrat) und Thomas Krützberg (Dezernent für Familie, Bildung und Kultur) an ihrer Linie fest, den kulturellen und künstlerischen Freiraum zu beerdigen. Mit der Vernichtung des Lebensraumes stehen auch die Existenzgrundlagen der Schüler, Auszubildenden, Studenten, Handwerker und Musiker auf dem Spiel.

Bei der mehrfach gestellten Frage, wo die Menschen mit ihren Bau-wägen  denn hin sollen, gab es keine Hilfe von den Volksvertretern, obwohl das Wagenburg-Projekt schon über 20 Jahre besteht.

Für diese in Homberg lebenden Volksvertreter: Paschmann, Bosch, Vohl und Krützberg steht fest, das das alternative, ökologische Leben nicht zu ihrem Stadtteil und nicht zu Duisburg passt. Die zwölf Menschen, drei Hunde, zwei Katzen und der Verein Experimentelles Wohnen e.V. werden Opfer einer Politik, die Minderheiten ausgrenzt und abschiebt.”

deshalb wird zu einer Demo aufgerufen:

Nicht motorisierter (Laufschuhe, Rollschuhe, Inliner, Skateboard, Roller, Fahrrad, Seifenkiste…) Freiraum Konvoi am Freitag, 31.7.2015 um 19 Uhr; Hauptbahnhof Duisburg.
Mit anschließender Räumungsparty auf dem Bauwagenplatz in Homberg; Eingang am Ende der Südstraße.

Posted in Uncategorized 1 year, 8 months ago at 2:58 pm.

Add a comment

Comments are closed.